Der Verbindungstest meldete „Das Bargeld-Tool kennt die Schnittstelle nicht (HTTP 404)“, sobald die hinterlegte Adresse den Schnittstellenpfad schon enthielt: Der Finanzmanager hängt ihn selbst an und fragte damit unter /api/v1/api/v1/status an. Die Adresse aus der Browserzeile zu kopieren ist der naheliegende Weg, und der Pfad ist dort mit dabei. Ein abschließendes /api oder /api/v1 kürzt BargeldTool::basisadresse() deshalb weg – beim Speichern und noch einmal im Konstruktor, damit auch schon gespeicherte Adressen greifen. Ein Unterverzeichnis davor bleibt erhalten, ein Hostname wie apianbieter.example bleibt unangetastet. Bereits gespeicherte Adressen räumt Migration 017 auf. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
15 KiB
Buchungen
Kontoblatt, Buchungsmaske und die Saldenrechnung.
Umbuchungen: ein Datensatz, zwei Sichten
Eine Umbuchung wird einmal gespeichert – als Buchung auf dem Ausgangskonto mit
gegenkonto_id. Das Kontoblatt des Gegenkontos zeigt sie mit umgekehrtem Vorzeichen.
Der Grund ist nicht nur Sparsamkeit: Zwei gespiegelte Datensätze laufen früher oder später
auseinander (einer wird geändert, der andere nicht). Und der QIF-Export macht es genauso –
dort steht jede Umbuchung genau einmal, die Gegenseite nur als L[Zielkonto].
Buchung::kontoblatt() vereinigt deshalb drei Mengen:
- Buchungen mit
konto_id = X(eigene Sicht) - Buchungen mit
gegenkonto_id = Xohne Splitzeilen, Betrag negiert - Splitzeilen mit
gegenkonto_id = X, Betrag negiert
Zeilen aus 2 und 3 tragen gegensicht = true. Sie sind nicht bearbeitbar – das geht auf
dem Ursprungskonto –, damit eine Umbuchung nicht aus zwei Richtungen widersprüchlich
geändert wird.
Beide Sichten nennen das Gegenüber. In der Kategoriespalte steht das jeweils andere
Konto in eckigen Klammern: auf dem Ausgangskonto das Ziel, auf dem Gegenkonto das
Ursprungskonto. In der Gegensicht liefert die Abfrage dafür b.konto_id als
gegenkonto_id – dieselbe Spalte, aus der anderen Richtung gelesen. Ohne diese Angabe
stünde auf dem Gegenkonto eine Zeile, die sich „Umbuchung“ nennt und verschweigt, woher
sie kommt.
Dieselbe Dreiteilung gilt für die Salden (Buchung::saldenJeKonto()), die alle Konten mit
sechs Abfragen auf einmal berechnet statt je Konto einzeln.
Mehrfachauswahl im Kontoblatt
Vor dem Datum steht je Zeile ein Ankreuzfeld, in der Titelzeile eines für alle gerade
angezeigten Buchungen. Auswahl löschen in der Aktionsleiste schickt die Auswahl an
POST /konten/{id}/buchungen/loeschen.
Zwei Punkte, die sich nicht ändern dürfen:
- Der Knopf steht über der Tabelle, die Ankreuzfelder stehen in ihr. Verbunden sind
sie über
form="buchungsauswahl", nicht über Verschachtelung – ein Formular um die ganze Tabelle würde das Filterformular umschließen. - Zeilen mit
gegensicht = truebekommen kein Ankreuzfeld, und der Controller prüft zusätzlichkonto_id. Die Gegenseite einer fremden Umbuchung wird nur auf ihrem Ursprungskonto gelöscht – dieselbe Regel wie beim Bearbeiten.
Filter und Seite hängen an der Abfragezeichenfolge des Formularziels. Der Controller baut den Weg zurück aus den bekannten Feldern neu zusammen, statt ein mitgeschicktes Ziel zu übernehmen; so lässt sich kein fremder Weiterleitungsort einschleusen.
Kategorie und Gegenkonto in einem Feld
Eine Buchung ist entweder kategorisiert oder eine Umbuchung – beides zugleich gibt es nicht. Deshalb stehen Kategorien und Konten in derselben Auswahlliste; die Konten unten, in eckigen Klammern, wie das Kategoriefeld im FinanzManager sie schreibt. Das eigene Konto fehlt in der Liste.
Die Liste steht in Views/buchungen/zuordnungsliste.php und wird an vier Stellen
eingebunden: Buchungsmaske, deren Splitzeilen, Schnellzuordnung im Kontoblatt und
Splitdialog. Die Werte tragen ein Präfix, das BuchungenController::zuordnungAus() wieder
auseinandernimmt:
| Wert | Bedeutung |
|---|---|
| `` (leer) | keine Zuordnung |
kategorie:12 |
Kategorie 12 |
konto:7 |
Umbuchung mit Gegenkonto 7 |
split |
Splitdialog öffnen (nur im Kontoblatt) |
depot:7 |
Wertpapiergeschäft im Depot 7 (Kontoblatt und Buchungsmaske) |
Die Auswahl Ausgabe / Einnahme bestimmt seither nur noch die Richtung des Betrags.
Ein Depot steht zweimal in der Liste: als gewöhnliche Umbuchung (konto:7) und in der
Gruppe Wertpapiergeschäft im Depot (depot:7). Beides gibt es wirklich – auf ein Depot
lässt sich Geld überweisen, ohne dass etwas gekauft wird. depot:7 speichert keine
Zuordnung, sondern öffnet die Wertpapiermaske; daraus wird am Ende meist eine Splitbuchung
(siehe docs/wertpapiere.md, Geschäft aus einer Kontobuchung). In den Splitzeilen
fehlt die Gruppe: Dort steht der Betrag der Zeile schon fest, und die Umbuchung ins Depot
ist genau das, was gebraucht wird.
Schnellzuordnung im Kontoblatt
Ein Klick auf die Kategoriespalte öffnet die Liste in der Zelle; die Auswahl geht an
POST /buchungen/{id}/zuordnung, der Eintrag Splitbuchung öffnet stattdessen den
Splitdialog (POST /buchungen/{id}/splitbuchung). Beide Wege gehen über
Buchung::zuordnen() und Buchung::splitsErsetzen(), die den Rest der Buchung unberührt
lassen und den Monatsabschluss achten.
Drei Punkte, die sich nicht ändern dürfen:
- Die Auswahlliste gibt es einmal;
kontoblatt.jshängt sie in die angeklickte Zelle und danach zurück. Eine Liste je Zeile wären bei hundert Zeilen ebenso viele vollständige Kategoriebäume im HTML. - Ohne JavaScript führt derselbe Klick in die Buchungsmaske – die Zelle ist ein Link, kein Knopf.
- Zeilen mit
gegensicht = trueführen zu ihrer Buchung, statt die Auswahl zu öffnen: Sie werden auf ihrem Ursprungskonto geändert, wie beim Bearbeiten und Löschen.kontoblatt.jserkennt sie an der Klassegegenseite. - Feld und Auswahlliste sind gleich breit (
13rem), und die Zelle zeigt nichts an, was nicht auch in der Liste stünde – kein „zuordnen …“. Sonst rückt beim Anklicken die halbe Zeile: Die Spalte wüchse auf die Breite der längsten Kategorie, und der Empfänger daneben bräche um. Senkrecht rückt nichts, weil die Zeilenhöhe ohnehin feststeht (siehe unten).
Die Auswahl eines Depots (depot:7) öffnet statt beider den Wertpapierdialog; ohne
JavaScript führt sie auf /buchungen/{id}/wertpapier?depot=7, wo dieselben Felder als
gewöhnliches Formular stehen. Auch die Buchungsmaske leitet dorthin, nachdem sie die
Buchung gespeichert hat.
Eine schon gesplittete Buchung öffnet auf Klick direkt den Splitdialog, nicht die Auswahlliste: Deren einziger sinnvoller Eintrag wäre für sie ohnehin Splitbuchung gewesen. Wer eine Aufteilung wieder in eine einzelne Zuordnung wandeln will, löscht sie im Dialog und ordnet die dann unzugeordnete Buchung anschließend zu – oder geht über die Buchungsmaske.
Klasse im Kontoblatt
Die Klassenspalte ist nach derselben Bauart anklickbar: eine zweite Liste
(#klassenauswahl), die kontoblatt.js in die angeklickte Zelle hängt. Ihr erster Eintrag
— keine — löscht die vorhandene Klasse, jeder andere setzt sie; gespeichert wird sofort
beim Anklicken, über POST /buchungen/{id}/klasse und Buchung::klasseSetzen().
Die Klasse steht neben der Zuordnung, nicht in ihr: Sie ist die zweite
Auswertungsdimension. Anders als Buchung::zuordnen() rührt klasseSetzen() deshalb weder
Kategorie noch Gegenkonto noch Splitzeilen an – auch eine gesplittete Buchung bleibt beim
Wechsel der Klasse gesplittet. Den Monatsabschluss achtet die Methode wie alle anderen.
Zeilenhöhe und Tooltips im Kontoblatt
Jede Buchungszeile ist zwei Textzeilen hoch, gleich wie viel in ihr steht, und ihr
Inhalt steht senkrecht in der Mitte. Eine Zeile, die mit ihrem Text wächst, ließe die Liste
beim Blättern hüpfen; eine, die auf eine Zeile schrumpft, machte lange Empfänger unlesbar.
Die Höhe hängt an table.kontoblatt td, das Abschneiden an .zellentext (zwei Zeilen,
danach Auslassungspunkte). Empfänger und Buchungstext stehen deshalb in einem <div> und
nicht unmittelbar in der Zelle: Abschneiden kann nur ein Element, das kein Tabellenfeld ist.
Die Marke der Umbuchungs-Gegenseite steht neben dem abgeschnittenen Kasten
(.zellenreihe), nicht darin – sonst zählte sie als eine der beiden Zeilen und die Zeile
würde höher als die übrigen.
Den vollständigen Text zeigt der Tooltip:
- Empfänger und Buchungstext:
kontoblatt.jssetzt den Tooltip nach dem Laden und nach jeder Größenänderung des Fensters – aber nur dort, wo wirklich etwas abgeschnitten ist. Ob das der Fall ist, weiß erst der Browser nach dem Umbruch, und das hängt an der Fensterbreite. Ein Tooltip, der bloß wiederholt, was ohnehin dasteht, wäre lästig. - Kategorie und Klasse tragen ihren Tooltip vom Server. Bei einer Splitbuchung nennt er die Zeilen der Aufteilung: je Zeile Kategorie (oder Gegenkonto) und Betrag, sonst nichts. Notiz und Klasse stünden nur im Weg; wer sie ändern will, öffnet ohnehin den Dialog.
Splitbuchungen
Eine Buchung ist entweder einfach zugeordnet oder gesplittet. Sobald Splitzeilen
vorliegen, räumt das Model kategorie_id und gegenkonto_id der Buchung; die Zuordnung
steckt dann ausschließlich in den Zeilen.
Die Summe der Zeilen muss dem Buchungsbetrag entsprechen – geprüft im Model (Toleranz ein
halber Cent, für Rundungen aus der Betragsumrechnung) und in beiden Masken als
Restbetragsanzeige. Beide rechnen mit public/static/betrag.js; die Regel für das
deutsche Zahlenformat steht damit einmal im Browser und einmal in PHP, nicht dreimal. Eine
Splitzeile darf ein Gegenkonto tragen; dann erscheint auf jenem Konto nur der Betrag dieser
Zeile. Auf das eigene Konto darf sie nicht zeigen – die Buchung zählte dort doppelt.
Der Knopf Splitbuchung löschen im Dialog schickt POST /buchungen/{id}/splitbuchung mit
aktion=loeschen; der Controller ruft dann Buchung::splitsErsetzen($id, []), ganz gleich
was in den Feldern steht. Gelöscht werden die Zeilen samt Zuordnung, nicht die Buchung –
sie steht danach mit ihrem Betrag und ohne Kategorie im Kontoblatt, und die Gegenseite
einer Zeile mit Gegenkonto verschwindet von jenem Konto.
Salden
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| Online-Saldo | Stand des letzten Bankabrufs (konten.saldo_online, ab Phase 5) |
| Aktueller Saldo | Anfangssaldo plus alle Buchungen bis heute |
| Erwarteter Saldo | zusätzlich die künftig datierten Buchungen |
In die Summe der Kontostände zählen nur Konten mit in_summe = 1 – das entspricht der
Σ-Spalte im FinanzManager. Durchlaufende Auslagen und Rentenversicherungen bleiben so
außen vor, erscheinen aber weiter in der Liste. Der QIF-Export kennt das Kennzeichen
nicht; es wird im Kontoformular gepflegt.
Beträge in der Oberfläche
Eingegeben wird immer ein positiver Betrag; die Richtung bestimmt die Auswahl
Ausgabe / Einnahme. KontenController::zahl() liest das deutsche Format und
entscheidet bei einem Punkt ohne Komma nach der Stellenzahl: drei Ziffern dahinter heißt
Tausendertrenner (1.500), sonst Dezimaltrenner (1234.56).
Bestätigungen und die Content-Security-Policy
Die CSP erlaubt keine Inline-Skripte (script-src 'self'). Rückfragen vor dem Löschen
dürfen deshalb nicht als onsubmit="return confirm(…)" im HTML stehen – der Browser
verwirft sie stillschweigend, und gelöscht wird ohne Nachfrage. Stattdessen:
<form method="post" action="…" data-bestaetigen="Buchung wirklich löschen?">
public/static/app.js hängt den Dialog daran. Ein E2E-Test besteht auf dem Dialog, damit
das nicht unbemerkt zurückfällt.
Abgleich mit dem Bargeld-Tool
Bargeldausgaben werden in einem zweiten Programm (FSCash) erfasst; im Finanzmanager kommen sie als Kartenumsatz oder Abhebung an. Wer einer solchen Buchung eine Kategorie zuweist, soll sehen, ob sie dort schon steht.
Eingerichtet wird das unter Verwaltung → Bargeld-Tool: Adresse, Benutzerkennung,
Passwort (AES-verschlüsselt wie die FinTS-PIN), Suchzeitraum in Tagen und die Auswahl der
Kategorien, die überhaupt abgeglichen werden. Die Auswahl steht als bargeld_abgleich an
der Kategorie selbst und nicht als Liste von Nummern in den Einstellungen – so verschwindet
sie mit der Kategorie, statt als tote Nummer liegenzubleiben. Die übrigen Angaben liegen im
Einstellungsbereich bargeld, der bewusst keinen Reiter im Einstellungsdialog hat; er steht
dafür in Einstellung::EIGENE_SEITEN (Test 02 prüft, dass jeder Bereich erreichbar bleibt).
Geprüft wird beim Zuweisen einer Kategorie – aus der Schnellzuordnung des Kontoblatts
ebenso wie aus der Buchungsmaske. Services\BargeldAbgleich::pruefe() verlangt drei Dinge:
eine Kategorie an der Buchung (keine Umbuchung, keine Splitbuchung), diese Kategorie
vorgemerkt, eine Adresse konfiguriert. Fällt eines weg, wird der Status gelöscht – auch beim
Umkategorisieren, sonst bliebe ein alter Haken an einer Buchung stehen, die niemand mehr
abgleicht. Gesucht wird über Services\BargeldTool mit dem Betrag der Buchung, rückwärts ab
ihrem Datum: Bargeld wird ausgegeben, bevor der Umsatz auf dem Konto ankommt, nie danach.
Das Ergebnis steht als bargeld_status, bargeld_hinweis und bargeld_geprueft_am an der
Buchung. Das Kontoblatt liest es von dort und geht nicht bei jedem Blättern erneut übers
Netz. In der schmalen Spalte zwischen Klasse und Betrag steht:
| Symbol | Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| ● grau | NULL |
Die Buchung wird nicht abgeglichen |
| ✓ grün | gefunden |
Im Bargeld-Tool steht eine Buchung mit demselben Betrag |
| ✗ rot | fehlt |
Dort steht keine |
| ! | fehler |
Der Abruf ist gescheitert |
Das Ausrufezeichen behält ausdrücklich die Textfarbe des Farbschemas: Der Fehler liegt beim Abruf, nicht bei der Buchung – rot oder grün wäre eine Aussage über die Buchung, die niemand treffen kann. Der Tooltip nennt den Treffer bzw. die Meldung der Gegenstelle. Ist keine Adresse hinterlegt, entfällt die Spalte ganz; sie zeigte sonst in jeder Zeile denselben grauen Kreis.
Ein Fehlschlag ist ein Ergebnis, kein Abbruch. Weder ein abgeschaltetes Bargeld-Tool noch ein Netzfehler darf verhindern, dass die Kategorie gespeichert wird; der Abruf bricht nach acht Sekunden ab. Null Treffer sind ausdrücklich kein Fehler – ein 404 dagegen schon, denn er kann ebenso gut heißen, dass es den Endpunkt nicht gibt.
Die Schnittstelle
Zwei lesende Aufrufe, beschrieben im Ticket „automatischer Abgleich mit Bargeld-Tool“:
GET {adresse}/api/v1/buchungen?von=2026-08-09&bis=2026-08-19&betrag=-12.50&waehrung=EUR&limit=20
GET {adresse}/api/v1/status
Beide mit HTTP Basic Auth. Die Suche antwortet mit {"anzahl": n, "buchungen": [...]}; je
Buchung sind id, datum und betrag nötig, zweck, empfaenger, waehrung, kategorie
und konto gehen in den Tooltip. Der Statusaufruf ist freiwillig – kennt die Gegenstelle ihn
nicht (404), prüft der Verbindungstest über eine Suchabfrage.
Der Betrag geht vorzeichenbehaftet über die Leitung, so wie er im Finanzmanager steht: Ausgaben negativ. Führt das Bargeld-Tool seine Beträge positiv, muss es umrechnen.
{adresse} ist die Basisadresse ohne Schnittstellenpfad. Steht am Ende der eingetragenen
Adresse trotzdem /api oder /api/v1, kürzt der Finanzmanager sie beim Speichern – die
Adresse aus der Browserzeile zu kopieren ist der naheliegende Weg und führte sonst zu
/api/v1/api/v1/status und einem 404 im Verbindungstest.