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fds2610-bot 0e8000e3dc Fix #123: Regelmäßige Buchungen automatisch abgleichen
Neuer Schalter „automatisch abgleichen“ unter „automatisch buchen“
(Vorgabe: eingeschaltet). Gesetzt wird die aus der Reihe entstandene
Buchung als abgeglichen markiert. Die Übersicht erhält die Spalte
„Abgleichen“ zwischen „Auto“ und „Aktiv“.

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2026-10-12 17:37:34 +02:00

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Nebenmodule und Zahlungsverkehr

Was in Phase 7 dazugekommen ist: Buchungsvorlagen, regelmäßige Buchungen mit Finanzkalender, Erinnerungen, Adressen, Verträge, Sparziele, Kredite und der Zahlungsverkehr.

Buchungsvorlagen

Eine Vorlage ist eine fertige Buchung ohne Datum. Sie kommt aus dem QIF (!Type:Memorized – im Beispielexport 579 Stück, vom FinanzManager automatisch gemerkt) oder entsteht aus einer vorhandenen Buchung.

Splitzeilen werden mitskaliert. Weicht der Betrag beim Buchen von dem der Vorlage ab, ziehen die Splitzeilen im gleichen Verhältnis mit; die letzte bekommt den Rest, damit die Summe auf den Cent zum Buchungsbetrag passt. Ohne das ließe sich eine Vorlage mit Splits nur zu ihrem ursprünglichen Betrag buchen.

Die Liste sortiert nach Häufigkeit: Wer eine Vorlage sucht, sucht meist eine, die er schon oft gebraucht hat.

Beim Import entsteht der Name aus Empfänger und Betrag – die QIF-Sektion führt keinen. Kommt derselbe Name mehrfach vor, zählt ein Zähler hoch, statt Vorlagen stillschweigend zu verschlucken.

Regelmäßige Buchungen

Jede Reihe führt ihre nächste Fälligkeit mit sich. Der Fälligkeitslauf holt, was ansteht, bucht es und schreibt das Datum fort. Eine Tabelle vorausberechneter Termine gibt es bewusst nicht: Sie wäre bei jeder Änderung neu zu erzeugen.

Zwei Betriebsarten:

  • automatisch – wird ohne Rückfrage gebucht. Für Miete und Gehalt, wo Betrag und Termin feststehen.
  • auf Bestätigung – wird nur gemeldet und wartet auf Knopfdruck. Für alles, dessen Betrag schwankt.

Unabhängig davon legt automatisch abgleichen (Vorgabe: eingeschaltet) fest, ob die entstandene Buchung gleich als abgeglichen markiert wird. Die Übersicht zeigt den Schalter in der Spalte „Abgleichen“.

Der Lauf ist gutmütig gegenüber langen Pausen: Liegen mehrere Termine zurück, wird jeder einzeln gebucht, nicht einer für alle – nur so stimmen die Monatssummen. Nach dem Buchen rückt die Fälligkeit so weit vor, bis sie in der Zukunft liegt.

In einen abgeschlossenen Monat wird nicht hineingebucht: Die Reihe bleibt stehen und meldet sich, statt den ganzen Lauf mit einer Ausnahme abzubrechen.

Überspringen rückt vor, ohne zu buchen – für den Monat, in dem die Zahlung einmal ausgesetzt wurde.

Finanzkalender

Zusammengetragen aus vier Quellen: fällige regelmäßige Buchungen, offene Erinnerungen, ablaufende Kündigungsfristen und terminierte Überweisungen. Alles gerechnet, nichts gespeichert – eine Änderung an einer Reihe wirkt sich sofort aus.

Überfälliges bleibt sichtbar und wird markiert, statt aus der Liste zu fallen.

Adressen und IBAN-Prüfung

Das Adressbuch speist die Empfängerauswahl im Zahlungsverkehr. IBANs werden geprüft (ISO 13616: Länge je Land, Prüfziffer modulo 97). Das fängt Zahlendreher ab, bevor eine Überweisung hinausgeht – die häufigste und ärgerlichste Fehlerquelle im Zahlungsverkehr.

Gerechnet wird stückweise mit % statt mit bcmod: Die BC-Erweiterung ist keine Standardausstattung, und ein Modulo über sieben Ziffern lange Blöcke kommt ohne sie aus.

Adressverwaltung. Eine eigene Kachel in der Verwaltung führt zur Adressliste (/vertraege/adressen, weiter über VertraegeController gepflegt) – neben, nicht nur innerhalb der Verträge-Kachel: Das Adressbuch bedient auch den Zahlungsverkehr, der mit Verträgen nichts zu tun hat. Zu jeder Adresse klappt ein <details>-Element ihre letzten Buchungen auf, kontenübergreifend nach dem exakten Empfängernamen gesucht (Buchung::letzteFuerEmpfaenger()) – die Buchung führt kein Fremdschlüsselfeld auf die Adresse, nur den Freitext-Empfänger.

Typeahead im Zahlungsverkehr. Die Empfängerauswahl (<select data-adressauswahl>) trägt zusätzlich data-kombobox und wird wie die Kategorie im Kontoblatt (kombobox.js, siehe docs/-Test 35) zu einem Eingabefeld mit gefilterter Liste. Die Auswahl füllt Name, IBAN und BIC; geändert werden darf danach alles.

Der Empfänger landet wirklich im Adressbuch, wenn beim Erfassen einer Überweisung „Empfänger ins Adressbuch übernehmen“ angekreuzt ist – ZahlungsverkehrController::anlegen() ruft dafür Adresse::anlegen() auf, nachdem der Zahlungsauftrag erfolgreich angelegt wurde; gibt es die Adresse schon, bleibt der Fehler von Adresse::anlegen() (Duplikat) ohne Wirkung.

Verträge

Der Nutzen liegt in der Kündigungsfrist: Die Übersicht zeigt, bis wann gekündigt sein muss, damit sich ein Vertrag nicht stillschweigend verlängert. Verträge, deren Frist in den nächsten 90 Tagen abläuft, stehen oben auf der Seite und im Finanzkalender.

Der Jahresbetrag rechnet verschieden getaktete Verträge vergleichbar: monatlich × 12, vierteljährlich × 4 und so fort.

Ein Vertrag kann mit einer regelmäßigen Buchung verbunden sein, die seine Zahlung erledigt.

Sparziele

Der erreichte Stand kommt aus dem Kontosaldo, nicht aus einem eigenen Zähler – ein zweiter, gepflegter Wert liefe früher oder später von den Buchungen weg. Der Startbetrag zieht ab, was zu Beginn schon auf dem Konto lag.

Zum Zieldatum rechnet die Anwendung aus, welche Monatsrate nötig wäre, um den Termin noch zu halten.

Der Fortschrittsbalken ist ein <progress>-Element: Ein eigener Balken bräuchte seine Breite als style-Attribut, und das verbietet die Content-Security-Policy.

Kredite

Gerechnet wird als Annuitätendarlehen: gleichbleibende Rate, sinkender Zinsanteil, wachsende Tilgung. Zinsen fallen je Periode auf die Restschuld an.

Der Tilgungsplan wird gerechnet, nicht gespeichert – er ergibt sich vollständig aus Betrag, Zins, Rate und Beginn. Eine jährliche Sondertilgung wird im Dezember verrechnet.

Deckt die Rate nicht einmal die Zinsen der ersten Periode, entsteht kein Plan, sondern ein Hinweis: So ein Kredit würde wachsen statt zu schrumpfen, und eine Endlosschleife wäre die schlechtere Antwort darauf.

Bei langen Laufzeiten zeigt die Tabelle die nächsten zwei Jahre und das Ende; dazwischen steht, wie viele Raten ausgelassen wurden.

Zahlungsverkehr

Erst die Bank, dann die Buchung. Ein Zahlungsauftrag ist zunächst ein Entwurf. Die Buchung auf dem Auftragskonto entsteht erst, wenn die Bank den Auftrag angenommen hat – vorher wäre sie eine Behauptung, die man nach einer abgelehnten TAN wieder einsammeln müsste.

Ein gesendeter Auftrag lässt sich weder ändern noch löschen: Er bleibt als Beleg stehen. Fehlgeschlagene tragen die Meldung der Bank daneben.

Ohne Ausführungstermin geht die Überweisung sofort hinaus, mit Termin als Terminüberweisung; sie erscheint dann im Finanzkalender.

Echtzeitüberweisung. Das Häkchen „Echtzeitüberweisung“ im Überweisungsdialog (Spalte zahlungsauftraege.echtzeit) macht aus dem Auftrag eine SEPA-Echtzeitüberweisung (SCT Inst): Das Geld ist binnen Sekunden beim Empfänger. SEPA behandelt sie als eigenes Verfahren – über FinTS geht sie als Geschäftsvorfall HKIPZ hinaus statt als HKCCS, in der pain.001-Nachricht steht zusätzlich die Zahlungsart PmtTpInf/LclInstrm/Cd = INST. Einen Ausführungstermin gibt es dafür nicht; der Dialog sperrt das Feld, das Modell weist einen Termin in der Zukunft ab. Bietet die Bank keine Echtzeitüberweisung an (kein Segment HIIPZS in den Bankparametern), scheitert der Auftrag mit einer klaren Meldung. Eine Umwandlung in eine gewöhnliche Überweisung erlaubt der Finanzmanager der Bank ausdrücklich nicht – wer Echtzeit wählt, soll erfahren, wenn es nicht klappt.

Ausgang offen (3045). Antwortet die Bank des Empfängers nicht rechtzeitig, quittiert die eigene Bank die TAN mit 3045 („noch keine Rückmeldung zum Status“) und nennt in HIIPZ eine Auftragsidentifikation. Der Auftrag liegt dann bei der Bank: Er gilt als gesendet und wird gebucht – erneutes Senden wäre eine Doppelzahlung. Den Ausgang fragt der Finanzmanager mit HKIPS nach (php-fints-Fork ab v4.1.7, GetSEPARealtimeTransferStatus). Die Bank nennt dafür in HIIPSS eine Mindestwartezeit (DKB 5 s, comdirect 99 s). Die Nachfrage läuft in einem eigenen Hintergrundprozess (scripts/echtzeit-status.php <benutzer> <auftrag>): Er wartet die Mindestwartezeit ab und fragt höchstens fünfmal; eine Sperrdatei je Auftrag verhindert doppelte Läufe. Bis dahin steht der Auftrag in der Liste mit „Ausgang offen“. Verlangt die Bank für die Abfrage eine TAN oder bleibt der Ausgang offen, wird die automatische Abfrage eingestellt (status_abfrage_ab leer). Nach einem Neustart des Containers stößt die Zahlungsverkehrsliste fällige Abfragen erneut an. Status 4 und 7 gelten als ausgeführt, 2, 6, 8 und 9 als abgelehnt – dann verschwindet die Buchung wieder und der Auftrag lässt sich korrigieren und erneut senden. Wird beim Umsatzabruf ein Umsatz mit der Buchung verbunden, ist der Ausgang ebenfalls geklärt. Spalten: bank_auftrag_id, echtzeit_status, status_abfrage_ab (Migration 026).

Welches Konto bei der Bank gemeint ist, entscheidet dieselbe Zuordnung wie beim Umsatzabruf: die Zeile in bank_konten, die dem Konto zugewiesen ist (IBAN, ersatzweise Kontonummer). Die IBAN am Konto selbst ist optional und wird nur herangezogen, wenn keine Zuordnung besteht – sonst müsste man dieselbe Angabe zweimal pflegen.

SEPA-XML von Hand

php-fints erwartet die fertige pain.001-Nachricht und erzeugt sie nicht. Die üblichen Erzeuger wären zwei weitere Abhängigkeiten für ein Dokument von sechzig Zeilen – Services\SepaXml schreibt es deshalb selbst.

Welches Format, sagt die Bank. Die einen nehmen das ISO-Format pain.001.001.03, die anderen nur das ältere DK-Format pain.001.003.03 – und weisen alles andere schon beim Einreichen ab. Welche Formate eine Bank führt, steht in den Bankparametern (Segment HISPAS); SepaXml::schemaWaehlen() sucht daraus das passende aus, ISO bevorzugt. Für die Einzelüberweisung sind beide Fassungen im Aufbau gleich, es genügt der andere Namensraum. Die Echtzeitüberweisung gibt es nur im ISO-Format: Das DK-Format kennt die Zahlungsart LclInstrm nicht. Ihre Formate nennt die Bank in HIIPZS, ersatzweise gelten die aus HISPAS.

Der SEPA-Zeichenvorrat ist eng: a–z A–Z 0–9 / - ? : ( ) . , ' + und Leerzeichen. Umlaute werden umgeschrieben (ä → ae), alles Übrige fällt weg. Ohne diese Umschrift weist die Bank den Auftrag zurück – und zwar erst nach dem Absenden.

Der Verwendungszweck endet bei 140 Zeichen; das ist das SEPA-Maß, alles darüber würde die Bank ohnehin abschneiden.

Namensabgleich (Verification of Payee)

Seit Oktober 2025 gleicht die Bank vor der Ausführung den Empfängernamen mit dem Kontoinhaber ab. Der Ablauf ist eine Stufe vor der TAN:

  1. Der Auftrag geht zusammen mit dem Prüfauftrag (Segment HKVPP) hinaus.
  2. Braucht die Bank für den Abgleich einen Moment, wird nachgefragt, bis das Ergebnis da ist – wie lange sie braucht, sagt sie selbst.
  3. Stimmt der Name überein, bestätigt der Finanzmanager selbst und geht direkt zur TAN. Eine Rückfrage ohne Erkenntnis erspart das dem Nutzer.
  4. Weicht der Name ab, ist er nur nahezu gleich oder konnte die Bank nicht prüfen, kommt die Maske zahlungsverkehr/vop.php: das Ergebnis in einem deutschen Satz, der Aufklärungstext der Bank als Klartext (ihr HTML wird abgeräumt), Empfänger und IBAN aus dem Auftrag, und die Wahl zwischen Trotzdem senden und Abbrechen.

Stimmt der Name nur nahezu überein, nennt die Bank den bei ihr hinterlegten Kontoinhaber – er steht dann in der Maske neben dem angegebenen Namen. Weicht der Name ganz ab, bleibt er geheim: Sonst ließen sich über beliebige IBANs Kontoinhaber ausspähen. Die Spezifikation erlaubt die Angabe ausdrücklich nur beim Close Match.

Wer trotz Abweichung sendet, verliert den Erstattungsanspruch – deshalb steht das auch in der Maske. Beim Abbrechen bleibt der Auftrag als Entwurf stehen, der Empfängername lässt sich korrigieren und der Auftrag erneut senden.

Meldet die Bank die schrittweise Lieferung des Prüfberichts (BPD-Parameter „Art der Lieferung Payment Status Report" = S, etwa bei comdirect), betrifft das nur sehr große Sammler, bei denen die Bank den Bericht über mehrere Runden schickt. php-fints lehnte solche Banken bisher pauschal ab; der Fork auf Codeberg prüft das erst, wenn wirklich eine Teillieferung kommt (siehe docs/banking.md).

TAN

Für Überweisungen verlangt jede Bank eine TAN. Der Dialog wird genauso über die Sitzung fortgesetzt wie beim Abruf (siehe docs/banking.md): Zustand sichern, Maske zeigen, nach der Eingabe weitermachen.

Beim Abbrechen bleibt der Auftrag als Entwurf stehen und lässt sich erneut senden.

Tests

tests/18_NebenmoduleTest.php – Vorlagen mit skalierten Splits und aus Buchungen, QIF-Vorlagenimport samt Idempotenz, Terminrechnung und Fortschreiben der Fälligkeit, Fälligkeitslauf (nur automatische Reihen, wartende rücken nicht vor), Erinnerungen, IBAN-Prüfung mit gültigen und falschen Nummern, Kündigungsfristen und Jahresbeträge, Sparfortschritt aus dem Konto, Tilgungsplan (Annuität, letzte Rate, Sondertilgung, zu kleine Rate), Zahlungsaufträge (Buchung erst nach Annahme, Unveränderlichkeit, Eingabeprüfungen), SEPA-XML (Schema, Zeichensatz, Wohlgeformtheit) und der Finanzkalender.

tests/39_SepaSchemaTest.php – Formatwahl nach den Angaben der Bank; die erzeugte Nachricht wird gegen das beiliegende DK-Schema tests/schemata/pain.001.003.03.xsd validiert.

tests/40_NamensabgleichTest.php – deutsche Sätze zu jedem Prüfergebnis, Aufbereitung des Banktexts und die Absicherung, dass ohne wartenden Vorgang nichts bestätigt werden kann.